Lese Daten.....

Wetterspruch des Tages
Gibt’s an Markus Sonnenschein, hat der Winzer guten Wein.

Das Wetterthema

herausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am 25.04.2026

Wetter aktuell

Hochdruck ohne Ende


Das Wetter bietet zurzeit wenig Abwechslung. Am heutigen Samstag
sorgt mal ein über die Ostsee näher rückendes Tief für etwas mehr
Wind, insgesamt ist es wettertechnisch aber eher langweilig.


Seit Tagen schon herrscht Hochdruckeinfluss in Deutschland. In den
meisten Regionen drückt sich dieser in einem nur wenig oder gar nicht
bewölktem Himmel aus. Nur im Norden hat feuchte Nordseeluft in den
letzten Tagen für viele tiefe Wolken mit Hochnebelcharakter gesorgt.
Regen fiel daraus aber kaum. Heute wird die eingeströmte feuchte
Meeresluft von einem Tiefausläufer gehoben, was zu Quellwolken und
somit zu einem Rückgang der Hochnebeldecke führt. Niederschlag ist
aber weiter Mangelware.



Der Ausläufer gehört zu Tief YLVI mit Zentrum über
Südostskandinavien. Zwischen ihr und den Hochdruckgebieten ULI,
WINFRIED und VOLKER erhöht sich im Norden und Osten der
Druckgradient, was in einem frischen Wind resultiert.


Die Hochdruckgebiete, die vom Nordwesten Europas über den Westen und
die Mitte bis in den Süden reichen, gewinnen bereits am Sonntag
wieder die Oberhand. Die Tiefdruckgebiete YLVI und XIMENA über
Nordost- und Osteuropa werden zurückgedrängt. Der Druckgradient nimmt
deutlich ab und der Wind lässt nach.


Auch atlantische Störungen erreichen uns in den kommenden Tagen
nicht. Der Hochdruckeinfluss ist gekommen, um zu bleiben. Erst am
Dienstag zieht sich das Hoch mehr in den Westen und Norden Europas
zurück. Dann kann sich über der Iberischen Halbinsel und dem
westlichen Mittelmeer tiefer Luftdruck ausbreiten. Dabei wird etwas
feuchtere Luft in den Süden Deutschlands geführt, was in einzelnen
Schauern oder leichtem Regen im äußersten Süden und Südwesten münden
kann.



Im großen Rest Deutschlands ist es weiterhin trocken. Dabei ist es im
Westen und Süden immer ein paar Grad wärmer als im Norden und Osten.
Denn die Luft strömt im Uhrzeigersinn um die Hochdruckgebiete herum
zu uns und kommt damit überwiegend aus nördlicher Richtung. Auf dem
Weg in den Süden und Westen kann sie sich dabei über Land erwärmen,
während sie über die frische Nord- und Ostsee kaum Erwärmung erfährt.



Der erste Trend nach Wochenmitte zeigt weiterhin Hochdruckeinfluss.
Ob dabei zum Ende der Woche mildere Luft aus Süden gewinnt oder wir
weiter auf der Vorderseite in nördlicher Strömung verbleiben, ist
noch ungewiss..

Dipl. Met. Jacqueline Kernn

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 25.04.2026

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst