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Wetterspruch des Tages
Der Tau tut dem August so not, wie jedermann das täglich Brot.

Das Wetterthema

herausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am 05.08.2020

Reisewetter in Süd- und Westeuropa


Sommerferien und Urlaubszeit sind meist noch in vollem Gange,
allerdings unter erschwerten Bedingungen. Nichtsdestotrotz soll hier
ein kurzer Überblick über das derzeitige Reisewetter in Teilen
Europas gegeben werden.


Großräumig zeigt sich in Europa derzeit eine Wetterdreiteilung. Das
umfangreiche Hochdruckgebiet DETLEF mit Schwerpunkt über der Ostsee
hat zwei Gegenspieler. Auf der einen Seite ist dies ein umfangreicher
Tiefdruckkomplex über dem Nordatlantik und auf der anderen Seite ein
vor allem in höheren Luftschichten ausgeprägtes Tief über dem
zentralen Mittelmeerraum. Über Südwesteuropa zeigt sich eine recht
flache Druckverteilung. An der Großwetterlage ändert sich bis zum
Wochenende nur wenig. Das ausgedehnte Hochdruckgebiet verlagert sich
etwas nach Westen und drängt den Tiefdruckkomplex noch weiter auf den
Nordatlantik ab. Das Höhentief über dem zentralen Mittelmeerraum
zieht dort relativ ortsfest weiterhin seine Kreise. In den einzelnen
Regionen stellt sich das Bild bis Sonntag also folgendermaßen dar:

Spanien und Portugal:
Die Sonne scheint häufig von einem strahlend blauen Himmel. Lediglich
über den Bergen können sich Quellwolken bilden und am Wochenende
besteht dann in Nordspanien ein geringes Gewitterrisiko. An der
Westküste der Iberischen Halbinsel ziehen immer wieder dichtere
Wolkenfelder vorüber, Niederschlag wird jedoch nicht erwartet. Die
Höchstwerte liegen zwischen 28 bis 35 Grad, im Landesinneren sind
durchaus Werte um 40 Grad möglich. Im äußersten Westen werden bei
auflandigem Wind Höchstwerte zwischen 23 und 28 Grad erwartet.

Frankreich:
Zunächst gibt es meist ungestörten Sonnenschein und nur über den
Bergen bilden sich tagsüber ein paar Quellwolken. Es bleibt jedoch
trocken. Am Wochenende ziehen über die Westhälfte auch mal dichtere
Wolkenfelder vorüber, das Regenrisiko bleibt allerdings gering.
Lediglich über den Bergen im Süden und Osten steigt das Schauer- und
Gewitterrisiko etwas an. Die Höchstwerte liegen zwischen 30 und 38
Grad. An der Nordküste werden bei auflandigem Wind 22 bis 26 Grad
erreicht.

Großbritannien und Irland:
Am Donnerstag und Freitag zeigen sich vor allem über der
Nordwesthälfte viele Wolken und die Sonne macht sich rar. Besonders
am Freitag treten dann einige Schauer und auch Gewitter auf. Bei 17
bis 22 Grad ist es dann eher ungemütlich. Anders ist das Wetter in
der Südosthälfte, dort zeigt sich die Sonne besonders zum Freitag hin
immer häufiger und bei Temperaturwerten, die von 24 bis 28 Grad auf
28 bis 33 Grad ansteigen, bleibt es trocken. Am Wochenende überwiegt
dann überall der Sonnenschein, es ziehen jedoch ab und an auch mal
dichtere Wolkenfelder vorüber. Das Schauerrisiko bleibt gering. Die
Zweiteilung der Höchstwerte bleibt erhalten. Im Süden Englands
erwärmt sich die Luft auf 24 bis 30 Grad, während es sonst bei 16 bis
24 Grad etwas kühler bleibt.

Balkan und Griechenland:

Bis Samstag zeigt sich nur etwas Sonne und es entwickeln sich immer
wieder Schauer und einige Gewitter, teils regnet es auch längere Zeit
schauerartig verstärkt und gewittrig durchsetzt. Die Gewitter können
örtlich sehr stark ausfallen und mit heftigem Starkregen, Sturmböen
und größerem Hagel einhergehen. Zum Sonntag hin nimmt die
Gewitterneigung dann etwas ab. In Kroatien sind Schauer und Gewitter
deutlich seltener und hier zeigt sich die Sonne viel häufiger. Die
Temperatur steigt je nach Sonnenschein auf 26 bis 35 Grad. Bei länger
andauerndem Regen werden lediglich 19 bis 23 Grad erreicht.

Italien:
Insgesamt ändert sich von Donnerstag bis Sonntag nicht viel beim
Wetter in Italien. Im Alpenraum bilden sich tagsüber einige
Quellwolken und besonders im östlichen Alpenraum sind einzelne
Schauer und Gewitter möglich. Nach Süden schließt sich dann ein
breiter Streifen an, in dem die Sonne oftmals von einem strahlend
blauen Himmel lacht, mit nur wenigen Quellwolken als Dekoration. Etwa
südlich der Abruzzen bilden sich jeweils im Laufe des Tages aber
vermehrt Quellwolken und nachfolgend vor allem am Nachmittag einzelne
teils kräftige Schauer und Gewitter. Die Höchstwerte liegen meist
zwischen 26 und 35 Grad.


Dipl.-Met. Marcel Schmid
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 05.08.2020

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