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Wetterspruch des Tages
Gewitter im Mai bringen Früchte herbei.

Das Wetterthema

herausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am 04.05.2026

Wetter aktuell


Ausblick in die Wetterwoche


Eine wechselhafte Wetterwoche mit teils kräftigen Gewittern und
Starkregen kündigt sich an. Im Norden gehen die Temperaturen recht
deutlich zurück.


Am gestrigen Sonntag gab es im Osten und Südosten des Landes viel
Sonnenschein und Höchsttemperaturen um 29 Grad. Auch am heutigen
Montag sind der Osten und Südosten klar auf der sonnenscheinreicheren
und nochmals teils sommerlich warmen Seite. Insgesamt ist das ruhige
und häufig sonnenscheinreiche Hochdruckwetter aber im Prinzip vorbei.
Am gestrigen Sonntag gab es im Nordwesten und Norden bereits teils
kräftige, lokal sogar sehr kräftige Gewitter mit größerem Hagel und
Starkregen.

Auf der Ostflanke des Tiefdruckkomplexes ZUHAL über West- und
Nordwesteuropa wird mit einer südwestlichen Strömung aktuell
feucht-warme Luft herangeführt. Im Wochenverlauf legt sich eine
Luftmassengrenze über die Mitte Deutschlands. Nördlich davon sickert
mit einer auf Nord drehenden Strömung eine polare Luftmasse ein. Im
Süden lagert dagegen subtropische Luft. Entlang der Luftmassengrenze
muss wiederholt und teils andauernd mit Regen gerechnet werden.

Am heutigen Montag liegt der Regenschwerpunkt aber eher noch im
Westen bzw. über der nördlichen Mitte. Eingelagerte Gewitter können
besonders in puncto Starkregen kräftig ausfallen. Starke Gewitter mit
Fokus auf Sturmböen treten heute im späteren Tagesverlauf
voraussichtlich auch im Südosten auf. In den kommenden Tagen
konzentriert sich der Regenschwerpunkt auf den Bereich der sich
etablierenden Luftmassengrenze. Akkumuliert (aufsummiert) sind bis
Donnerstagfrüh Regenmengen zwischen 30 und 50 l/m² (in 48 bis 72
Stunden) recht flächig über den mittleren Landesteilen zu erwarten,
durch schauerartige oder gewittrige Verstärkungen teils auch mehr.
Die in der Fläche stärkste Regenphase deutet sich für die Nacht zum
Mittwoch bis in den Mittwochvormittag hinein an. Wo die
Luftmassengrenze und damit der Regenschwerpunkt dann genau liegt, ist
noch unsicher.

In der subtropischen Luftmasse in den südlichen Landesteilen bleiben
teils starke Gewitter ein Thema, allerdings sind auch hier die
genauen Schwerpunkte noch unsicher. Lokal muss dort aufgrund geringer
Verlagerung ebenfalls mit Starkregen gerechnet werden, in der Fläche
werden aber deutlich geringere Regenmengen vorhergesagt als im
Bereich der Luftmassengrenze. Ganz im Norden bleibt es weitgehend
trocken.

Die Tageshöchstwerte gehen im Wochenverlauf mit geringeren
Sonnenanteilen etwas zurück. Zudem wird die sommerlich-warme
Luftmasse zur Wochenmitte ostwärts abgedrängt, es bleibt aber bei
Höchstwerten meist zwischen 16 und 20 Grad, am Mittwoch im Südosten
noch etwas darüber. Der äußerste Norden gelangt allerdings zunehmend
in den Einflussbereich der polaren, also kälteren Luftmasse. Die
Tageshöchstwerte liegen dort in den kommenden Tagen meist nur
zwischen 10 und 15 Grad. Bei geringer Bewölkung oder Aufklaren in den
Nächten sind niedrige einstellige Tiefstwerte meist zwischen 6 und 2
Grad zu erwarten. Ganz im Norden muss gebietsweise mit Frost in
Bodennähe gerechnet werden. Bei empfindlichen Pflanzen sollte daher
nochmals an Schutzmaßnahmen gedacht werden.

Dipl.-Met. Sabine Krüger

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 04.05.2026

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